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EDITORIAL PRÄSES

Liebe Leserinnen und Leser,


das Jahr 2022 neigt sich dem Ende. „Endlich!“, will man – einmal mehr – rufen. Vom Corona- in den Kriegsmodus haben wir quasi ohne Pause gewechselt und das Wörtchen von der Krise scheinen wir seit 2015 nicht mehr loszuwerden: Migration, Klima, Corona, Krieg, Energie.

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass uns all diese Themen weiter in 2023 (und wahrscheinlich darüber hinaus) begleiten werden. Die Migration über das Mittelmeer und die Balkanrouten nimmt wieder zu. Die Wintermonate könnten sehr, sehr mild werden. Die neueste Mutation des Coronavirus trägt den Namen „Cerberus“ (zu dt. „Höllenhund“). Der Krieg in der Ukraine wird wahrscheinlich kurz- bis mittelfristig nicht enden. Ob die Gas- und Strompreisbremse uns aus der Energiekrise führen werden, ist absolut offen.

Es liegt in 2023 an unseren Spitzenpolitikern, aus dem Krisenmodus heraus zu wechseln und mittel- bis langfristigen Strategien für die verschiedenen Herausforderungen nicht nur zu entwickeln, sondern der Bevölkerung zu vermitteln. Das wird nicht immer populär sein und muss es auch gar nicht. Mit Walter Scheel gesprochen: „Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen.“

Dass das nicht vergnügungssteuerpflichtig ist, versteht sich von selbst. Doch dafür erhalten die Abgeordneten auch entsprechende Diäten, welche Ihnen eine Unabhängigkeit gewährleisten soll. Parallel sollten Presseorgane, egal ob audiovisuell, visuell oder klassisch gedruckt, die Staatsgewalten kritisch begleiten und Chance zur kritischen Reflexion nicht nur bieten, sondern diese Reflexion auch einfordern.

Als Staatsbürger und politischer Verband wollen wir im kommenden Jahr weiter an diesem Prozess nicht nur selbst teilhaben, sondern auch Plattform dafür sein, egal ob es um Freiheitsbewegungen in der Welt, Klima und Umwelt, Wissenschaft oder auch Digitalisierung geht. Mehr dazu finden Sie in den kommenden Monaten auf www.liberale-akademiker.de oder auf Instagram unter @liberale_akademiker.




ALEXANDER BAGUS

Präses

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