Ein paar Fragen an Diana Liebenau



Was macht eigentlich Diana Liebenau?

Ich schreibe an meiner juristischen Doktorarbeit an der LMU. Außerdem lerne ich gerade Hebräisch und freue mich auf den Urlaub in Israel Ende März. L‘chaim!


Ein guter Tag beginnt mit...?

Einer Umarmung.


Als Kind wollten Sie sein wie...?

Als Kind haben mir die Vorbilder gefehlt. Ich habe früh viel gelesen und mir mein Weltbild aus Geschichte, Literatur und Politik konstruiert.


Wann kamen Sie das erste Mal mit der Politik in Berührung?

Meine früheste politische Erinnerung ist der 11. September 2001. Ich kann mich geradezu synästhetisch daran erinnern, wie es sich anfühlte und was ich wahrnahm, als ich als Kind während des Sportunterrichts in der Schule von der Eilmeldung erfuhr. Vielleicht ist dies der Grund, warum ich mich besonders für die amerikanische Innenpolitik und das transatlantische Verhältnis interessiere, nicht erst seit meinem Studium in Harvard.


Liberal bedeutet für Sie...?

Liberalism is a big tent. Daher muss sich Liberalismus wie keine andere politische Strömung selbst vergewissern und rechtfertigen – vor allem nach innen. Man weißt, dass man liberal ist, wenn andere Liberale nach der spezifischen Spielart des eigenen Liberalismus fragen; man weiß aber auch, dass man liberal ist, wenn Außenstehende in einem nicht-politischen Kontext – z.B. wenn man im Arbeitsalltag eine Entscheidung trifft oder ein Argument hervorbringt – diese als liberal einordnen. Frei nach Justice Stewart: I know it when I see it.


Wenn Sie eine einzige Sache auf der Welt verändern könnten, was wäre das?

Die größte Herausforderung für die Welt ist der Klimawandel. Ich wünsche mir, dass hierbei die Länder des globalen Nordens die des globalen Südens mit Technologietransfer besser unterstützen.


Mit welcher Persönlichkeit – lebendig oder tot – würden Sie gern einmal zu Abend essen?

Ich erinnere mich an eine Kennenlernrunde im Rahmen des Studiums vor etwa zehn Jahren, als mir ebenfalls diese Frage gestellt wurde. Meine Antwort bleibt gleich, obwohl sie paradoxerweise sowohl kontroverser als auch mainstreamiger geworden ist: Elon Musk.


Schenken Sie uns eine Lebensweisheit?

Live as if you were to die tomorrow; learn as if you were to live forever. Dieser Aphorismus wird unterschiedlichen Personen zugeschrieben; zum ersten Mal habe ich ihn bei meinem Doktorvater gehört. Durchaus passend für einen Studierenden- und seinen Senior*innen-Verband.


Ein Wort zum VLA:

Ich bin froh, dass der VLA die liberalen Hochschulgruppen vor Ort unterstützt und gleichzeitig ein Forum für persönlichen Austausch bietet.