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Ein paar Fragen an Dr. Matthias Büger



Was macht eigentlich Dr. Matthias Büger?

Dem akademischen Leben fühle ich mich noch immer verbunden und halte als Privatdozent ab und zu eine Mathematikvorlesung. Meine Hauptaufgabe ist aber, als Abgeordneter und Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion in Hessen den Parlamentsbetrieb zu organisieren. Nach vielen Jahren als hochschulpolitscher Sprecher bin ich jetzt wieder Generalist.


Ein guter Tag beginnt mit...?

… einem guten Kaffee und einem Blick in die Zeitung – als Kommunalpolitiker muss ich wissen, was meine Heimatstadt bewegt.


Als Kind wollten Sie sein wie...?

… meine Mutter, die als Richterin fest auf dem Boden des Rechts stand, immer alle Seiten im Blick hatte und um fairen Ausgleich bemüht war. In der Politik ist das für mich auch noch ein Ideal, das leider zu selten erreicht wird.


Wann kamen Sie das erste Mal mit der Politik in Berührung?

Das war in der Schule bei der Diskussion um den NATO-Doppelbeschluss, den ich als einer der wenigen in meiner Klasse für richtig gehalten habe. Aktiv geworden bin ich 1989/90 im Zuge der Deutschen Einheit. Meine erste Parlamentserfahrung war dann in den Selbstverwaltungsgremien der Justus-Liebig-Universität Gießen als LHG-Vertreter in Konvent und Senat.


Liberal bedeutet für Sie...?

… eine Gesellschaft zu schaffen, in der der Einzelne die größtmöglichen persönlichen Freiheiten besitzt, sein Leben zu gestalten. Ich glaube an den Menschen und vertraue ihm.


Wenn Sie eine einzige Sache auf der Welt verändern könnten, was wäre das?

Wenn ich träumen darf, dann wünsche ich mir, dass in der Welt nie mehr das Recht des Stärkeren gilt, sondern die Stärke des Rechts, und dass Gewalt, wie sie aktuell von autoritären Staaten ausgeht, von der ganzen Weltgemeinschaft geächtet und verhindert wird.


Mit welcher Persönlichkeit – lebendig oder tot – würden Sie gern einmal zu Abend essen?

Gerne treffen würde ich Özlem Türeci und Ugur Sahin, die Gründer von Biontech, dem ersten Corona-Impfstofflieferanten, und mit ihnen diskutieren, wie wir Linke überzeugen, dass uns private Unternehmen nach vorne bringen; wie wir Rechte überzeugen, dass uns geregelte Einwanderung stärker macht; und wie wir Grüne überzeugen, dass kluger Einsatz von Gentechnik Leben rettet.


Schenken Sie uns eine Lebensweisheit?

Wer sich nicht politisch beteiligt, über den bestimmen andere.


Ein Wort zum VLA:

Gut, dass es den VLA gibt und so die Verbindung zur LHG bestehen bleibt! Gerade im Hochschulbereich ist freies, unideologisches Denken so zentral und zudem so gefährdet. Deshalb müssen wir die liberalen Kräfte an unseren Hochschulen stärken.

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